Geschäftsbericht 2020/2021

23 vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen sei, liege nicht zuletzt an der Stärke des freiberuflichen und selbstverwalteten Gesundheitssystems. Vergewerblichung und Kommerzialisierung, wie sie von Investoren-MVZ forciert werde, sei nachweislich der falsche Weg. Dieser fatalen Entwicklung müsse die KZBV entschieden entgegentreten, mahnte Eßer. Die Einschränkung der Gründungsbefugnis für zahnärztliche MVZ sei ein richtiger Schritt gewesen, dem jedoch weitere folgen müssten. Die Ausbreitung von Investoren-betriebenen zahnmedizinischen Versorgungszentren und damit verbundene, negative Auswirkungen auf die Versorgung sei nicht gestoppt. Man sehe dringenden Handlungsbedarf für eine gezielte Fortentwicklung der Regelung im Terminservice- und Versorgungsgesetz. Konkret müsse die Gründung von iMVZ in gut und überversorgten Regionen begrenzt werden, also vor allem in Großstädten und Ballungsräumen. Zudem solle mehr Transparenz über die Besitzstrukturen im Sinne eines verpflichtenden MVZ-Registers in Anlehnung an das bestehende Zahnarztregister geschaffen werden. Patienten hätten ein Recht darauf, schon auf dem Praxisschild zu erfahren, in wessen Behandlung sie sich begeben.“ Zwei von der KZBV beauftragte Gutachten belegten die Gefahren von iMVZ für die Versorgung. ■ DER VORSITZENDE DES VORSTANDES DER KZBV, DR. WOLFGANG EßER BEI SEINER REDE ANLÄSSLICH DER VERTRETERVERSAMMLUNG DER VORSTAND DER KZBV BEI DER VERTRETERVERSAMMLUNG IM HERBST 2020

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