Geschäftsbericht 2020/2021

körperschaften auf Bundes- und Landesebene zu festigen und perspektivisch auszubauen. Ein besonderes Augenmerk lag etwa auf der Evaluation der COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung. Die Kernbotschaften der Zahnärzteschaft, daraus resultierende Forderungen und politische Handlungsbedarfe hat die KZBV medial begleitet, um der Bedeutung des Themas gerecht zu werden. Dabei war es wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Krisenreaktions- fähigkeit des Versorgungssystems gestärkt werden muss. So informierte die KZBV im Rahmen eines Online-Pressegespräches über die bundesmantelvertragliche Vereinbarung im Sinne eines „Pandemiezuschlages“. Auf Basis der Vereinbarung, die am 1. April 2021 in Kraft getreten ist, wurden die Krankenkassen verpflichtet, in der zweiten Jahreshälfte einen Betrag von maximal 275.000.000 Euro als einmalige pauschale Abgeltung für besondere Aufwände der Vertragszahnärzteschaft im Rahmen der Behandlung von GKV- Versicherten während der Pandemie – unabhängig von der jeweiligen Gesamt- vergütung – an die KZVen zu zahlen. Darüber hinaus informierte die KZBV kontinuierlich über neueste Entwicklungen hinsichtlich der Coronavirus-Testverordnung und der Coronavirus-Impfverordnung. Alle Informationen und Erläuterungen zu den Rahmenbedingungen der Regelungen sowie zentrale Dokumente zum Download können auf einer Sonderseite unter www.kzbv.de/coronavirus abgerufen werden. Angesichts der erneuten dynamischen Zunahme des Infektionsgeschehens und des Teil-Lockdowns im vergangenen Herbst haben die drei Spitzenorganisationen der Zahnärzteschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung den hohen Stellenwert der Zahnmedizin für das Gesundheitssystem im Kampf gegen die Pandemie betont und die Politik zum entschlossenen Handeln gegen die Krise und deren Folgen für die zahnärztliche Versorgung aufgerufen. KZBV, BZÄK und DGZMK versicherten dabei, dass die Versorgung aller Patienten bei maximalem Infektionsschutz weiterhin bundesweit sichergestellt werde. Zugleich forderten sie einmal mehr konkrete Hilfen ein, um dringend benötigte Versorgungsstruk- turen zu erhalten. Eine Vielzahl von Anfragen zu verschiedenen Aspekten der Pandemie wurden auf Grundlage von abgestimmten Informationen fortlaufend beantwortet. Bearbeitet wurden hunderte Nachrichten und Zuschriften per Mail, Post, Fax und Social Media, die von Praxen, Medien, Unternehmen und Patienten an die KZBV gerichtet wurden. Um die Bundesregierung bei der Verbreitung der Corona-Warn-App zu unterstützen, wurden eine Reihe von Kommunikationsmaßnahmen umgesetzt, darunter die Einbindung eines Kampagnenmotives und Verlinkungen auf der Website der KZBV, Banner und Links auf den KZBV- Facebook- und Twitter-Kanälen und ein Retweet eines Erklärfilms zur App. Während der Hochphase der Pandemie war die Kommunikation auf Bundes- und Landesebene Richtung Berufsstand, Medien und Öffentlichkeit immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zur Unterstützung der politischen Arbeit für die Zahnärzteschaft hat die KZBV daher ausgewählte Indikatoren zu dem Thema in einer kompakten Übersicht zusammengestellt. Diese ermöglicht aussagekräftige Vergleiche mit der Pressearbeit anderer Institutionen. Zudem unterstreicht die Faktensammlung, was die Selbstverwaltung der Zahnärzteschaft in den Pandemie-Monaten auf allen Ebenen gemeinsam geleistet hat. Die hohe Frequenz an Gesetzgebungsverfahren und die Vielzahl der für den Berufsstand relevanten Themen im Berichtsjahr – nicht nur im Zusammenhang mit der Pandemie – wurden mit Pressemitteilungen und Statements kommunikativ begleitet, um den berechtigten Forderungen und Anliegen der Zahnärzteschaft Gehör zu verschaffen, darunter die Gutachten des IGES-Institutes und der Freien Universität Berlin zu den Auswirkungen von investorengetrage- nen Medizinischen Versorgungszentren (iMVZ) auf die zahnmedizinische Versorgung und die parlamentarischen Verfahren zum Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz sowie zum Digitale Versorgung und Pflege Modernisierungs- Gesetz. MULTIMEDIALE KOMMUNIKATION 43 Für mehr Informationen unter www.kzbv.de/coronavirus scannen Sie bitte den QR-Code mit Ihrem Smartphone.

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