Geschäftsbericht 2020/2021

SONDERSITUATION CORONAVIRUS-VEREINBARUNG ÜBER- UND ZWISCHENSTAATLICHEN KRANKENVERSICHERUNGSRECHTS ie Corona-Pandemie hat seit Frühjahr 2020 auch das Vertragsgeschäft der KZBV durch die Verhandlung und den Abschluss einiger Sonderregelungen unmittelbar beeinflusst. Bereits im Vorberichtszeitraum hatten KZBV und GKV-Spitzenverband eine befristete Verein-barung geschlossen, um den aufgrund der Pandemie gestiegenen Bedarf an medizinischer Schutzausrüstung zu decken und sicherzustellen. Diese Vereinbarung beinhaltete die Ausstattung der in den KZVen benannten Schwerpunktpraxen mit zentral beschaffter Schutzausrüstung für unaufschiebbare zahnärztliche Behandlungen von Versicherten in Deutschland, die von einer Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) betroffen sind oder bei denen ein Verdacht hierfür besteht. Die Kosten hierfür mussten von den Krankenkassen getragen werden. Die Vereinbarung ist im aktuellen Berichtszeitraum – ausgerichtet an dem auf Landesebene jeweils festgestellten und gemeldeten weiteren Bedarf – mehrfach verlängert worden, zuletzt bis Ende März 2021. Für den Zeitpunkt danach wurde kein zusätzlicher Bedarf für die Beliefe- rung von Schwerpunktpraxen gemeldet, sodass eine erneute Verlängerung bis auf Weiteres nicht erforderlich war. PANDEMIE-VEREINBARUNG Unter dem Gesichtspunkt des gemeinsamen Sicherstellungsauftrags der Bundesmantelvertragspartner sind KZBV und GKV-Spitzenverband nach zahlreichen Verhandlungsrunden schlussendlich zu einer bundesmantelvertraglichen Vereinbarung gelangt. Die „Vereinbarung zur pauschalierten Abgeltung von besonderen Aufwänden für Vertragszahnärzte bei der zahnärztlichen Behandlung von GKV-Versicherten aufgrund der CoronaPandemie“ beinhaltet die einmalige pauschale Abgeltung besonderer Aufwände der Praxen. Die Krankenkassen verteilen dafür einen grundsätzlich garantierten Höchstbetrag in Höhe von 275.000.000 Euro. Die Zahlung der Krankenkassen bezieht sich auf den Zeitraum April 2020 bis Juni 2021 und erfolgt unmittelbar an die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen in zwei Raten zum 1. Juli und zum 1. Oktober 2021 nach einem bundes- einheitlich festgelegten Verteilungsschlüssel. Anderweitige, auf Landes- ebene für den genannten Zeitraum vereinbarte Vergütungen, mit denen dieselbe Zielrichtung verfolgt wird, können zur Vermeidung von Doppelfinanzierungen berücksichtigt werden. ■ ie KZBV und der GKV-SV haben sich auf eine Aktualisierung des bisherigen Verfahrens zur Behandlung von im Ausland krankenversicherten Patientinnen und Patienten geeinigt und dieses erstmalig in einer eigenständigen Vereinbarung im Rahmen des Bundesmantelvertrags – Zahnärzte (BMV-Z) normiert. Insgesamt wird das Verfahren vereinfacht, beschleunigt und bürokratieärmer gestaltet, wobei die in den Praxen etablierten Vorgehensweisen grundsätzlich beibehalten werden konnten. Insbesondere wurde das Verfahren zur Nutzung der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) für vertragszahnärztliche Leistungen optimiert und Änderungen berücksichtigt, die sich Neufassung der Dienstvorschrift „Allgemeine RegelungA-860/13–Zahnärztliche Versorgung militärischen Personals“, die am 1. April 2021 in Kraft getreten ist, hat die KZBV beratend mitgewirkt. Hervorzuheben ist, dass die Bundeswehr im Rahmen der PAR-Therapie bereits seit April die Kosten für eine unterstützende Parodontitistherapie übernimmt, für diesen Bereich aber weitergehende Anpassungen in Anlehnung an die im GKV-Bereich seit dem 1. Juli 2021 geltende neue PARRichtlinie nachvollziehen wird. ■ durch den Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union ergeben haben. Durch die Normierung des Verfahrens in einer eigenen Vereinbarung als Teil des BMV-Z wird die Rechtssicherheit für die zahnärztlichen Praxen bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten erheblich verbessert, die im Ausland krankenversichert sind. ■ 53 D Für mehr Informationen unter www.kzbv.de/vertraege-abkommen scannen Sie bitte den QR-Code mit Ihrem Smartphone. VEREINBARUNG ZUR BEHANDLUNG VON PATIENTEN IM RAHMEN BEI VORÜBERGEHENDEM AUFENTHALT IN DEUTSCHLAND HEILFÜRSORGE as Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) hat die seiner- zeitig geltenden Richtlinien für die medizinische Versorgung von Soldatinnen und Soldaten der Bundes- wehr überarbeitet und in Gestalt von Dienstvorschriften reaktiviert. Bei der D D

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