Geschäftsbericht 2020/2021

Zahnärztinnen und Zahnärzte sind gemäß § 291 Abs. 2b SGB V verpflichtet, die eGK-Online-Prüfung durchzuführen. Voraussetzung dafür ist die Anbindung der Praxen an die Telematikinfrastruktur. Dazu wurde zur Finanzierung der Maßnahmen nach § 291a Abs. 7b Satz 2 SGB V zwischen KZBV und GKV-SV eine Grundsatzfinanzierungsvereinbarung (GFinV) geschlossen. In diesem Zusammenhang stellt die KZBV den KZVen ein Sammelabrechnungsformular für die quartalsweise Gesamtaufstellung des Ausstattungsgrades der TI-Komponenten zur Übermittlung an den GKV-SV zur Verfügung. ■ Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Zahnärzten, Ärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern und Krankenkassen. Finanziert wird der G-BA von den Krankenkassen über den sogenannten Systemzuschlag. Basis für die Berechnung des Systemzuschlages ist das geplante Volumen für das Haushaltsjahr des G-BA. Die KZVen stellen auf Basis der Fallzahlen und des Systemzuschlages den Krankenkassen Rechnungen. Hierfür übernimmt die KZBV die Sammlung und Aufbereitung der von den KZVen gelieferten Daten ebenso wie die jährliche Rechnungsstellung stellvertretend für alle KZVen. ■ die ePA in der zahnärztlichen Versorgung zu unterstützen, nachkommen können, müssen die Praxisverwaltungssysteme diese Anwendung berücksichtigen. Die PVS-Hersteller müssen die Implementierung der ePA gegenüber der KZBV in einem schriftlichen Verfahren bestätigen. Darüber hinaus müssen die Praxisverwaltungssysteme gewährleisten, dass strukturierte Dokumente, so genannte Medizinische Informationsobjekte (MIOs), in die ePA eingestellt werden können. Als erstes MIO für den zahnärztlichen Bereich wurde das Zahnbonusheft von der KZBV digital umgesetzt. Die Versicherten werden somit ab 1. Januar 2022, so der gesetzliche Einführungstermin, ihr Zahnbonusheft digital in der ePA führen lassen können. Als nächstes MIO für den zahnärztlichen Bereich ist der elektronische Zahnimplantatpass geplant. ELEKTRONISCHES BEANTRAGUNGS- UND GENEHMIGUNGSVERFAHREN Sämtliche zahnärztlichen Formulare werden in ein elektronisches Beantragungs- und Genehmigungsverfahren, kurz EBZ, überführt. Die Übermittlung wird via KIM (Kommunikation im Medizinwesen) erfolgen. Die Vorbereitungsarbeiten sowie die vertraglichen Verhandlungen laufen bereits seit geraumer Zeit, da mit Inkraft- treten der Grundsatzvereinbarung am 1. April 2021 auch die Programmierarbeiten abgeschlossen waren. Daran schließt sich eine Labortestphase mit Testdaten an, die am 31. Dezember 2021 abgeschlossen sein soll. Die PVS-Hersteller sind über den Verband der deutschen Dentalsoftware-Unternehmen (VDDS) einbezogen und werden regelmäßig in schriftlicher Form oder in Webkonferenzen über den aktuellen Stand informiert. ■ FINANZIERUNG DER TELEMATIKINFRASTRUKTUR FINANZIERUNG DES G-BA 71

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