Geschäftsbericht 2020/2021

73 Der Anteil der an die TI angebundenen Zahnarztpraxen lag in den vergangenen zwölf Monaten stabil bei etwa 95 Prozent und damit weiterhin deutlich über der Anschlussquote von Arztpraxen und Krankenhäusern. Die Online-Prüfung der auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeicherten Versichertenstammdaten wird somit – bis auf wenige Einzelfälle – flächendeckend in allen Zahnarztpraxen durchgeführt. DIE TELEMATIKINFRASTRUKTUR IN ZAHNARZTPRAXEN 2021 bei 56 Prozent – in vielen KZV-Bereichen sogar deutlich darüber. Die (Landes)Zahnärztekammern haben – Stand Juni 2021 – etwa 31.000 E-Zahnarztausweise ausgegeben. Zudem sind noch mehr als 4.000 ZOD-Karten in der vertragszahnärztlichen Versorgung im Einsatz. Hier hat sich die KZBV im Berichtsjahr beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und der gematik erfolgreich dafür eingesetzt, dass die ZODKarten noch bis Ende 2023 – und damit bis zum Ende ihrer Gültigkeit – in der TI genutzt werden können. Ab dem Jahr 2024 dürfen dann ausschließlich E-Zahnarztausweise der neuen Generation zum Einsatz kommen. it der Einführung neuer Dienste, Komponenten und Anwendungen in der Telema- tikinfrastruktur (TI) wurden im Berichtsjahr der Grad der Vernetzung der Zahnarztpraxen und dieMöglichkeiten zum Austausch von medizinischen Informationen noch einmal erhöht. Im dritten Quartal 2020 haben die Zahnarztpraxen begonnen, sich mit dem sogenannten E-Health-Konnektor (PTV3) auszustatten, sodass sie die Anwendungen Notfalldatenmanagement (NFDM) und Elektronischer Medikationsplan (eMP) sowie Kommunikation im Medizinwesen (KIM) und die qualifizierte elektronische Signatur (QES) prinzipiell nutzen können. Hier liegt der Ausstattungsgrad im Mai Der Anteil der Zahnarztpraxen, in denen mindestens ein E-Zahnarztausweis vorliegt, ist in allen KZV-Bereichen kontinuier- lich gestiegen und liegt vielerorts deutlich über 90 Prozent. In anderen KZV-Bereichen ist der Anteil dagegen noch zu gering. Die KZBV hat deshalb auch in den vergangenen zwölf Monaten regelmäßig darüber informiert, dass der E-Zahnarztausweis ab der Verfügbarkeit des E-Health-Konnektors nach dem Willen des Gesetzgebers in den Praxen vorhanden sein muss. E-ZAHNARZTAUSWEIS WIRD IN DER VERTRAGSZAHNÄRZTLICHEN VERSORGUNG UNVERZICHTBAR Rechtlich verbindlich wurde die Notwendigkeit von mindestens einem Heilberufsausweis (HBA) je Praxis durch das Inkrafttreten des „PatientendatenSchutzgesetzes“ im Oktober 2020. Seitdem darf ein Praxisausweis (SMC-B) nur ausgegeben werden, wenn der Antragsteller bereits einen HBA erhalten hat. Hierzu hat die KZBV den KZVen eine Verfahrensempfehlung zur Verfügung gestellt. Als zentraler Zugang zu den Anwendungen der TI hat der E-Zahnarztausweis im Berichtszeitraum an Bedeutung gewonnen. Im Zuge der bevorstehenden Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und des E-Rezepts wird er künftig unverzichtbar und daher von allen Zahnärztinnen und Zahnärzten benötigt, die selbst qualifizierte elektronische Signaturen erstellen wollen oder müssen. ■ STAND DER ANBINDUNG VON ZAHNARZTPRAXEN M DER NEUE E-ZAHNARZTAUSWEIS

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