Geschäftsbericht 2020/2021

KZBV VERÖFFENTLICHT IT-SICHERHEITSRICHTLINIE 79 Im Berichtsjahr hat die KZBV erstmals die zahlreichen Vorgaben zur IT-Sicherheit in einem Regelwerk zusammengefasst, das den Zahnarztpraxen dabei hilft, ihre Daten noch sicherer zu verwalten und Risiken zu minimieren. Die „Richtlinie zur IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung“ ist am 2. Februar 2021 in Kraft getreten. Der Gesetzgeber hatte KZBV und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit § 75 b SGB V zuvor verpflichtet, die IT-Sicherheitsanforde- rungen für Zahnarzt- und Arztpraxen in einer speziellen Richtlinie verbindlich festzulegen. Vor Inkrafttreten der Richtlinie hat die KZBV ihre Positionen monatelang mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der KBV abgestimmt und sich erfolgreich für ein verständliches Regelwerk eingesetzt, das von Zahnarztpraxen mit vertretbaren Aufwand umgesetzt werden kann. BESSERER SCHUTZ FÜR PRAXIS- UND PATIENTENDATEN dizinischen Geräten und Praxissoftware erläutert. Ein weiteres wichtiges Thema ist die TI. Dabei wird jeweils ein für Zahnarztpraxen adäquates Sicherheitsniveau auf dem Stand der Technik beschrieben. Zur Erleichterung der Umsetzung hat die KZBV zusammen mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) den Leitfaden „Datenschutz & IT-Sicherheit in der Zahnarzt- praxis“ erstellt, der inhaltlich auf dem seit Jahren etablierten „Datenschutz- und Datensicherheitsleitfaden für die Zahnarztpraxis-EDV“ aufsetzt. Weitere Informationen rund um die IT-Sicherheitsrichtlinie und die Zertifizierungsrichtlinie inklusive einem umfangreichen FAQ-Bereich wurden auf der Website der KZBV im Bereich „Telematik und IT“ zusammengestellt. Dort ist auch die aktuelle Liste der zertifizierten IT-Dienstleister verlinkt. In Form von regelmäßigen Arbeitstreffen mit dem BSI und der KBV setzt sich die KZBV weiterhin dafür ein, dass die Anforderungen, die sich aus der IT-Sicherheitsrichtlinie ergeben, kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit uberprüft werden und bei gegebenenfalls erforderlichen Aktualisierungen die Interessen der Zahnärzteschaft berücksichtigt werden. ■ iel der IT-Sicherheitsrichtlinie ist es, Störungen der informationstechnischen Systeme, Komponenten oder Prozesse in der vertragszahnärztlichen Praxis zu vermeiden und damit Risiken der Praxen zu verringern. Die KZBV hat sich bei der Erstellung der Richtlinie erfolgreich dafür eingesetzt, dass die gesetzlichen Vorgaben für Zahnarztpraxen mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden können und die Anforderungen auf das tatsächlich notwendige Maß konzentriert wurden. Dort, wo sich Praxen Unterstützung bei der Umsetzung der Sicherheitsrichtlinie von IT-Dienstleistern holen wollen, bietet ihnen die Zertifizierungsrichtlinie Orientierung, die im Mai 2020 ebenfalls unter Mithilfe der KZBV veröffentlicht worden ist. Sie regelt die Zertifizierung von Dienstleistern, die Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Ärztinnen und Ärzte in IT-Sicherheitsfragen beraten und die Vorgaben der Sicherheitsrichtlinie umsetzen. Das entsprechende Verfahren zum Nachweis der Sachkunde wird im Einverständnis mit der KZBV durch die KBV durchgeführt. Zum Berichtszeitpunkt können die Praxen aus mehr als 100 zertifizierten Dienstleistern wählen. Die verabschiedete Fassung der IT-Sicherheitsrichtlinie umfasst die zentralen Vorgaben zur IT-Sicherheit in der Zahnarztpraxis. Unter anderemwerden der Einsatz von PCs und Mobilgeräten sowie von meZ Für mehr Informationen unter www.kzbv.de/it-sicherheitsrichtlinie scannen Sie bitte den QR-Code mit Ihrem Smartphone.

RkJQdWJsaXNoZXIy ODIwMTM=