Geschäftsbericht 2020/2021

ten. Kein anderer Sektor ist so gut und flächendeckend mit den Diensten und Komponenten der TI ausgestattet. Trotz der guten Vorbereitungen in der vertragszahnärztlichen Versorgung kommt die Studie bei den TI-Anwendungen zu keinem guten Ergebnis: Viele der befragten Leistungserbringerinstitutionen berichten bei der Installation und Nutzung der TI-Anwendungen von technischen Problemen und zu hohem Aufwand. Besonders kritisch wird zudem das mangelhafte Schulungsangebot bei den TI-Anwendungen gesehen. STUDIE STÜTZT POSITIONEN DER KZBV Wesentliche Kritikpunkte der KZBV am Betrieb der TI werden damit durch die Studie bekräftigt. Auch im Berichtsjahr hat die KZBV immer wieder einen stabilen Betrieb der TI eingefordert und davor gewarnt, Anwendungen ohne evaluierte Feldtests in einer Taktung ins Feld zu führen, die den Praxen keine Zeit mehr lässt, die Digitalisierung zu organisieren. Die Zahnarzt- und Arztpraxen sowie die Krankenhäuser und Apotheken müssen bei den TI-Anwendungen besser eingebunden werden. Zum Berichtszeitpunkt werden die Ergebnisse der Studie von den Gesellschaftern der gematik beraten und Handlungsableitungen aus der Studie diskutiert. Die KZBV wird sich intensiv daran beteiligen und dafür eintreten, dass die Erfahrung der Zahnarztpraxen, die offensichtlich den höchsten TI-Reifegrad haben, genutzt werden, um die Anwendungen weiter- zuentwickeln und Mehrwerte zu schaffen. ■ Im Berichtszeitraum hat die gematik erstmalig eine flächendeckende Erhebung der Akzeptanz und Praxistauglichkeit der bereits bundesweit ausgerollten Anwendungen der TI durchgeführt. Zudem wurden die Praxen, Krankenhäuser und Apotheken nach ihren Nutzererwartungen an zukünftig verfügbare Anwendungen und Dienste der TI befragt. Ziel der gematik-Studie ist es, den Status quo der TI bei den Leistungserbringerinstitutionen regelmäßig repräsentativ zu erheben. An der aktuellen Studie, die im März 2021 durchgeführt wurde, haben auch 157 Zahnarztpraxen teilgenommen. Die Ergebnisse der Befragungen zeigen, dass die Zahnarztpraxen den Benchmark für einen flächendeckenden Anschluss an die TI darstellen. Sie liegen deutlich vor Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern. Auch im TI-Ready-Index der Studie, der den TI-Anschluss durch Konnektor, HBA und TI-Anwendungen misst, ist der Reifegrad der Zahnarztpraxen am höchsWISSENSCHAFTLICHE EVALUATION DER TELEMATIKINFRASTRUKTUR 81 Elektronischer Medikationsplan Leitfaden für die Anwendungen eMP/AMTS in der Zahnarztpraxis 08/2021 Das elektronische Rezept (E-Rezept) Leitfaden für die Anwendung „E-Rezept“ in der Zahnarztpraxis 09/2021

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