Geschäftsbericht 2020/2021

KIEFERORTHOPÄDISCHES MODUL: DATENERHEBUNG ERFOLGREICH ABGESCHLOSSEN Für das kieferorthopädische Modul reisten im ersten Quartal 2021 zwei Studienteams durch ganz Deutschland: In bundesweit 16 Untersuchungszentren wurden rund 700 Kinder im Alter von 8 und 9 Jahren befragt und untersucht. Außerdem wurden von jedem Kind digitale Gebissmodelle mittels intraoraler Scanner erstellt. Die aufgrund der Pandemie besonders umfangreichenHygienemaßnah- men trugen dazu bei, dass die Datenerhebung trotz der widrigen Umstände erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Derzeit wertet das IDZ die Daten aus. HAUPTMODULE: AUSSCHREIBUNGEN ABGESCHLOSSEN Der Hauptteil der DMS • 6 besteht aus zwei größeren Modulen, in deren Rahmen deutschlandweit insgesamt rund 4500 Menschen im Alter von 12 bis 82 Jahren befragt und untersucht werden sollen. Ein Modul besteht aus Personen, die bereits an der DMS 5 teilgenommen haben; für das andere Modul werden neue Personen zur DMS • 6 eingeladen. BERUFSBILD ANGEHENDER UND JUNGER ZAHNÄRZTINNEN UND ZAHNÄRZTE Nach nunmehr sechsjähriger Beforschung der Einstellungen und Vorstellungen der nachrückenden Generation junger Zahnärztinnen und Zahnärzte ist ein umfangreicher Forschungsbericht zum Berufsbild-Projekt des IDZ erschienen. Forschungspolitisch handelt es sich um ein Novum, denn es wurden erstmals angehende Zahnärztinnen und -ärzte ausgehend vom 9./10. Semester des Zahnmedizinstudiums über mehrere Jahre auf dem Weg in das zahnärztliche Berufsleben begleitet. Insgesamt drei Befragungswellen und mehrere Gruppendiskussionen mit jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten lieferten das Mate- rial für Erkenntnisse zum Berufsbild der nachrückenden Generation, zur beruflichen Zufriedenheit, zur Niederlassungsneigung, zu präferierten Praxisformen, zur Ortsgrößenwahl sowie Wunsch-Regionen, sei es in Anstellung oder in eige- ner Praxis. Zudem wurde das Fortbildungsverhalten analysiert. Nicht zuletzt wurden die jungen Zahnärztinnen und -ärzte auch zum Stellenwert der Freiberuflichkeit und ihrem Interesse an standespolitischem Engagement befragt. Die Erkenntnisse geben wertvolle Hinweise, wie eine wohnortnahe zahnärztliche Versorgung der Patienten auch künftig gesichert werden kann. Die IDZMonographie wird abgerundet durch zwei einordnende Beiträge externer Autoren, namentlich dem Arbeitssoziologen Prof. Olaf Struck und der Parteiensoziologin Dr. Jasmin Siri. Der in der IDZ-Materialienreihe erschienene Band 38 von Dr. Nele Kettler mit dem Titel „Junge Zahnärztinnen und -ärzte: Berufsbild – Patientenversorgung – Standespolitik“ wurde im Juli 2021 veröffentlicht. ■ Für diese Hauptmodule sind die beiden öffentlichen Ausschreibungsverfahren inzwischen abgeschlossen: Auf der einen Seite suchte das IDZ einen Dienstleister für die Entwicklung der Software, mit deren Hilfe die Daten bei den zahnmedizinischen Untersuchungen erfasst werden sollen, auf der anderen Seite galt es, einen Dienstleister zu finden, der die organisatorische Planung und die logistische Durchführung der Studie übernimmt. Für beide Ausschreibungen erhielt die Kantar GmbH den Zuschlag. Das IDZ und Kantar nahmen sogleich die Arbeit auf und ab Mitte 2022 werden dann wieder Studienteams unterwegs sein, um Deutschland auf den Zahn zu fühlen. PROJEKTMANAGEMENT SeitdemJanuar2021verstärktdieSoziologin Cristiana Ohm, M. A., das Studienteam am IDZ als Projektmanagerin. Als Stabsstelle der Projektleitung wirkt sie bei der Planung und Durchführung der DMS • 6 mit und ist verantwortlich für die Projektkoordination der Studie. Sie fungiert dabei als zentrale Ansprechpartnerin. Frau Ohm verfügt über Erfahrung als Projekt- und Studienleiterin in der Marktforschung. ■ GESUNDHEITSVERSORGUNGSFORSCHUNG UND -EPIDEMIOLOGIE ZAHNÄRZTLICHE PROFESSIONSFORSCHUNG 85

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