Geschäftsbericht 2020/2021

ABRECHNUNGSGESCHEHEN IM JAHR 2020 Das Abrechnungsgeschehen in der vertragszahnärztlichen Versorgung im Jahr 2020 war insbesondere im 1. Halbjahr 2020 von den pandemiebedingten Auswirkungen der Ausweitung des CoronaVirus gekennzeichnet. Durch die allgemeine Unsicherheit in der Bevölkerung und die Aufforderung zur Begrenzung sozialer Kontakte ist die Leistungsanforderung der Versicherten in Zahnarztpraxen und damit die abgerechnete Leistungsmenge im 1. Halbjahr 2020 deutlich gesunken. Die Analyse der Abrechnungsdaten im Jahr 2020 verdeutlicht insbesondere die starke Reagibilität der Leistungsinanspruchnahme der Versicherten aufgrund der coronabedingten Beschränkungen und Auflagen und das abrupte Einbrechen des Abrechnungsgeschehens in der Phase des strengen Lockdowns in den Monaten April und Mai. Die Praxen wurden von dieser rückläufigen Leistungsanforderung in ihrer betriebswirtschaftlichen Situation hart getroffen. Mit der Lockerung der strengen Corona-Auflagen Mitte des Jahres 2020 nahm das Leistungsgeschehen im den einzelnen Leistungsbereichen dann langsam wieder zu. Obwohl in der zweiten Jahreshälfte leichte Aufholtendenzen in der Leistungsinanspruchnahme erkennbar waren, wird in fast allen Leistungsbereichen das Abrechnungsniveau des Jahres 2019 unterschritten und die vollständige Rückkehr auf das Ausgangsniveau vor der Pandemie könnte noch einen längeren Zeitraum im Jahr 2021 beanspruchen. FALLZAHLEN Durch das coronabedingt verzerrte Abrechnungsgeschehen im Jahr 2020 waren in den einzelnen Leistungsbereichen in fast allen Quartalen rückläufige Fallzahlen zu verzeichnen. Eine besonders einschneidendeWirkung hatte der Lockdown im Frühjahr 2020 mit einer damit einhergehenden abrupt einbrechenden Leistungsinanspruchnahme der Versicher- ten ab Mitte März 2020, so dass im 2. Quartal 2020 in den einzelnen Leistungsbereichen quartalsbezogene Rückgänge von – 15 Prozent bis – 30 Prozent bei den Fallzahlen (Ausnahme Kfo mit – 3,5 Prozent) festzustellen waren. In den einzelnen Leistungsbereichen waren zwar leichte Aufholtendenzen bei den Fallzahlen im Jahresverlauf 2020 zu erkennen, allerdings wurde in den größeren Bereichen (KCH und ZE) in keinem der Quartale des Jahres 2020 das Vorjahresniveau erreicht, so dass im Jahresvergleich in fast allen Leistungsbereichen (mit Ausnahme von KB/KG) rückläufige Fallzahlen zwischen – 1 Prozent und – 9 Prozent festzustellen sind. LEISTUNGSMENGE Für eine im Hinblick auf das Leistungsinanspruchnahmeverhalten unverzerrte Analyse der Corona-Auswirkungen muss auf die Leistungsvolumina und nicht auf die von der Punktwertentwicklung beeinflussten Honorarvolumina abgestellt werden. Ähnlich wie bei den Fallzahlen ist auch die Leistungsmenge (gemessen in Bema-Punkten) insbesondere im 2. Quartal 2020 deutlich von den coronabedingten Auswirkungen betroffen. Die Leistungsmenge ging im Durchschnitt aller Leistungsbereiche (ohne ZE) im 2. Quartal 2020 um – 13 Prozent zurück. Auch im Gesamtjahr 2020 waren über alle Leistungsbereiche (ohne ZE) hinAUSGABEN DER KRANKENKASSEN FÜR DIE ZAHNMEDIZINISCHE VERSORGUNG 97 [Grafik 1a] 15 % 10 % 5 % 0 % – 5 % – 10 % – 15 % – 20 % – 25 % – 30 % VERÄNDERUNG DER GKV-AUSGABEN IN DEN ZAHNÄRZTLICHEN LEISTUNGSBEREICHEN Q2/2020 UND JAHR 2020 KCH Par KB/KG Kfo ZE Gesamt – 8,9 % – 27,9 % – 3,6 % – 11,5 % – 23,1 % – 6,8 % – 1,5 % – 12,2 % 7,1 % 1,4 % 2,9 % – 0,7 % Q2/2020 Jahr 2020

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