Geschäftsbericht 2020/2021

weg – trotz leichter Aufholtendenzen im 2. Halbjahr 2020 – Rückgänge bei der Leistungsmenge um – 4 Prozent zu verzeichnen. GKV-AUSGABEN Bei den GKV-Ausgaben sind in den einzelnen Leistungsbereichen insbesondere im 2. Quartal 2020 deutliche Rückgänge mit Veränderungen zwischen – 9 Prozent und – 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgetreten. Im Jahresverlauf 2020 hat die Leistungsinanspruchnahme der Versicherten aufgrund der Lockerungen der strengen CoronaAuflagen wieder zugenommen, so dass nachfolgend auch die GKV-Ausgaben sich dem Vorjahresniveau wieder angenähert haben, ohne dass jedoch im Gesamtjahr 2020 die Abrechnungswerte des Jahres 2019 erreicht werden konnten. Trotz der in diese Abrechnungsdaten eingeflossenen Punktwertanpassungen des Jahres 2020 liegen die über die KZVen in allen Leistungsbereichen abgerechneten Beträge (KZV-Umsatz) im Gesamtjahr 2020 um 1,5 Prozent unter dem Jahr 2019. Die Rückkehr auf dieses Ausgangsniveau könnte sich ins Jahr 2021 hinein erstrecken und ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Im Bereich Zahnersatz muss neben den coronabedingten Auswirkungen auf die Ausgaben der GKV in der ersten Jahreshälfte 2020 die erhöhende Wirkung der Zuschussanpassung zum 1. Oktober 2020 bei den Veränderungen des GKV-Zuschusses im Quartal IV/2020 berücksichtigt werden. Die Festzuschüsse der Kassen erhöhten sich durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz zum 1. Oktober für alle Patientinnen und Patienten ohne Bonus von derzeit 50 auf dann 60 Prozent sowie von 60 auf 70 Prozent beziehungsweise von 65 auf 75 Prozent für Versicherte, die mit ihrem Bonusheft regelmäßige Vorsorgeunter- suchungen belegen können. [Grafik 1a] LEISTUNGEN FÜR PFLEGEBEDÜRFTIGE UND MENSCHEN MIT EINER BEEINTRÄCHTIGUNG Die Einführung der neuen Leistungen nach § 87 Abs. 2j SGB V zum 1. April 2014 ist zusammen mit den bereits zum 1. April 2013 eingeführten Leistungen nach § 87 Abs. 2i SGB V ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit einer Beeinträchtigung. Voraussetzung für die Abrechenbarkeit der Leistungen nach 98 [Grafik 1b] 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 4.500 3.500 5.000 4.000 5.500 6.000 6.500 Stand: jeweils Quartalsende ANZAHL DER ABGESCHLOSSENEN KOOPERATIONSVERTRÄGE NACH § 119 B SGB V – DEUTSCHLAND § 87 Abs. 2j SGB V ist der Abschluss eines Kooperationsvertrages nach § 119 b SGBV zwischen einer Vertragszahnärztin oder einemVertragszahnarzt und einer Pflegeeinrichtung. Die Zahl der Kooperationsverträge lag Ende 2020 bei 5.774 und ist damit imVorjahresvergleich um rund 370 oder rund 7 Prozent gestiegen. Daraus ergibt sich ein bundesweiter Abdeckungsgrad von rund 38 Prozent. Der Anteil der Besuche von Kooperationszahnärztinnen und Kooperationszahnärzten im Rahmen der Verträge nach § 119 b SGB V belief sich im Jahr 2020 bereits auf 56 Prozent aller Besuche. Dies zeigt, dass die Möglichkeit, Kooperationen mit Pflegeeinrichtungen zu schließen, von der Zahnärzteschaft in verstärktemMaße genutzt wird. [Grafik 1b] Dabei hatten Besuche bei Pflegebedürftigen und Menschen mit einer Beeinträchtigung im Jahr 2019 – gemessen an den BEMA-Positionen 171 a/b und 172a/b – einen Anteil von etwa 91 Prozent an der Gesamtzahl der Besuche. ■ II/14 IV/14 II/15 IV/15 II/16 IV/16 II/17 IV/17 II/18 IV/18 II/19 IV/19 II/20 IV/20 713 1.708 2.598 3.716 3.210 4.346 5.623 2.257 2.941 3.975 5.403 3.516 5.010 5.774

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