Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 11 Wirtschaftliche Rahmendaten lung der GKV. So verfügte die GKV Ende 2020 über Finanzreserven in Höhe von 16,7 Mrd. € und zusätzlich der Gesundheitsfonds über Rücklagen in Höhe von 5,9 Mrd. €, sodass sich die Gesamtre- serven auf eine Größenordnung von rd. 22,6 Mrd. € belaufen. In Vorjahr betrugen die gesamten Finanzreserven von GKV und Gesundheitsfonds noch rd. 30,0Mrd. €. Die Abnahme der Finanzreserven ist maßgeblich auf konjunkturbedingte Mindereinnahmen des Gesundheitsfonds und auf an die Leistungserbringer geleisteten Ausgleichszahlungen zurückzuführen. Zur Bewältigung der Corona-Pandemiewurden im vergangenen Jahr rund 12,2 Mrd. € aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung gestellt. Hierun- ter fallen unter anderem Kompensations- leistungen für freigehaltene Krankenhaus- betten, Ausgleichszahlungen für neu geschaffene intensivmedizinische Behandlungsmöglichkeiten, für Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen und für Heil- mittelerbringer sowie Aufwendungen für Corona-Tests und für Schutzmasken. Davon hat der Bund rund 9,9 Mrd. € an den Gesundheitsfonds erstattet. Die Zahl der Krankenkassen in Deutschland ist seit 1991 deutlich rückläufig. So halbierte sich die Zahl der Krankenkassen von rd. 1.200 in 1991 bis zur Einführung des Kassenwahlrechts im Jahr 1996 auf rd. 640. Anfang des Jahres 2021 beläuft sich die Zahl der Krankenkassen auf 103 (Stand: 01.01.2021). Gesundheitsausgabenrechnung Das Statistische Bundesamt veröffentlicht als zentrale Datengrundlage für die Entwicklung der Gesundheitsausgaben in Deutschland die Gesundheitsausgabenrechnung. Die Gesundheitsausgabenrechnung gliedert die Informationen über die Ausgaben nach Leistungserbringern (Einrichtungen), Ausgabenträgern (GKV, PKV, private Haushalte, Arbeitgeber, Unfallversicherung) und Leistungsarten. Die Gesundheitsausgabenrechnung weist für das aktuelle Berichtsjahr 2019 Gesundheitsausgaben in Höhe von insgesamt rd. 410,9 Mrd. € aus, davon entfallen auf die Zahnarztpraxen rd. 28,3 Mrd. €, was einem Anteil von rd. 6,9 % an den Gesundheitsausgaben entspricht. Zum 1152 960 642 554 455 396 318 267 241 202 153 134 124 113 109 103 0 200 400 600 800 1000 1200 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Anzahl der Krankenkassen Quelle: Statistisches Bundesamt, GKV-Spitzenverband (Angaben zum Stichtag 01.01. des Jahres) 1E Anzahl der Krankenkassen – Deutschland Vergleich: Krankenhäuser 100,8 Mrd. € (24,5 %), Arztpraxen 57,0 Mrd. € (13,9 %) und Apotheken 55,2 Mrd. € (13,4 %). Die Gesundheitsausgaben insgesamt sind im Jahr 2019 gegenüber dem Jahr 2018 um 4,9 % angestiegen, im zahnärztlichen Bereich dagegen nur um 3,6 %. Im langfristigen Vergleich sind die Gesundheitsausgaben seit 1992 jahresdurchschnittlich um 3,6 % gestiegen, die Ausgaben für zahnärztliche Behandlung dagegen im Jahresdurchschnitt nur um rd. 1,9 %. Die Aufteilung der Gesundheitsaus- gaben in Zahnarztpraxen nach Ausgaben- trägern zeigt, dass der Anteil der GKV seit 1992 von 65,3 % auf 52,9 % gesunken ist. Der Anteil an den Aufwendungen für Gesundheitsleistungen ist bei den privaten Haushalten von 17,2 % auf 24,0 % und bei der Privaten Krankenversicherung von 8,7 % auf 16,5 % angestiegen.

RkJQdWJsaXNoZXIy ODIwMTM=