Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 Betriebswirtschaftliche Daten der Zahnarztpraxen 115 40 50 60 70 80 90 100 76 81 86 91 96 01 06 11 16 Index (1976 = 100) 5A Realwertentwicklung des Einnahmen-Überschusses je Praxisinhaber 1976 - 2019 – Alte Bundesländer In den alten Bundesländern (Berlin ist unter den alten Bundesländern subsumiert) erhöhte sich der Umsatz je Praxis- inhaber 2019 gegenüber dem Vorjahr um 5,1 %. Die Betriebsausgaben stiegen gleichzeitig um 4,2 % an. Daraus resultierte ein Anstieg des steuerlichen Einnahmen-Überschusses um 7,2 % (real 5,7 %) auf 186.000 €. Der im Jahr 2019 in den alten Bundesländern erzielte durchschnittliche Einnahmen-Überschuss lag nominal um 81 % über dem Wert, den die Zahnärzte im Jahre 1976, also 43 Jahre davor, im Durchschnitt erreichten. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 1,4 %. Allerdings hat in diesem Zeitraum eine Preissteigerung (Inflationsrate) von 147% den Realwert des Einnahmen-Überschusses der Praxisinhaber auf 74 %, also gut ein Viertel gegenüber 1976, reduziert. 2019 blieben 59 % der Zahnärzte inWestdeutschland mit ihrem Einkommen unter dem Durchschnittswert von 186.000 €, 41 % lagen darüber. Der Median des Einnahmen-Überschusses lag 2019 bei 158.500 €. Das heißt, 50 % der westdeutschen Zahnärzte hatten ein Einkommen vor Steuern von weniger als 158.500 €, während 50 % den Wert überschritten. In den neuen Bundesländern stieg der Umsatz je Praxisinhaber 2019 gegenüber 2018 um 5,6 %. Die Betriebsausgaben erhöhten sich um 5,2 %, woraus ein Anstieg des durchschnittlichen Einnahmen-Überschusses um6,4% (real + 4,9%) auf 150.200 € resultiert. Im Jahr 2019 blieben 59 % der Zahnärzte in Ostdeutschlandmit ihremEinkommen vor Steuern unter dem Durchschnittswert von 150.200 €, 41 % erreichten ein höheres Einkommen. Der Median des Einnahmen-Überschusses lag im Jahr 2019 in den neuen Bundesländern bei 133.900 €. Der Niveauunterschied Ost gegenüber West beim Durchschnittseinkommen 2019 betrug – 19,2 % (zum Vergleich: Der Vorjahreswert lag bei – 21,0 %). Damit hat sich der Niveauunterschied zahnärztlicher Einkommen zwischen alten und neuen Bundesländern in 2019 gegenüber demVorjahr weiter verringert. Einnahmen-Überschuss real gegenüber 1976 um 26 % zurückgegangen Während der Einnahmen-Überschuss in den alten Bundesländern im Jahre 2019 nominal um 81 % über dem Niveau des Jahres 1976 lag, sind die Bruttolöhne und -gehälter je Beschäftigten im selben Zeitraum um rd. 219 % gestiegen, und der Preisindex für die allgemeine Lebenshaltung erhöhte sich um 147 %. Daraus resultiert, dass der Realwert des Einnahmen-Überschusses in den alten Bundesländern bis 2019 um 26 % gesunken ist, während die Bruttolöhne und -gehälter je Beschäftigten trotz des deutlichen Preisanstiegs real um fast 30 % gestiegen sind.

RkJQdWJsaXNoZXIy ODIwMTM=