Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 auch von der Zahl der Erstimmatrikulationen im Studienfach Zahnmedizin (von der Erstimmatrikulation bis zur Approbation werden in der Regel ca. sechs Jahre benötigt) und von der Zahl der jährlich erteilten Approbationen an Zahnmediziner, die ihr Studium nicht in Deutschland absolviert haben, ab. Die Prognosestudie des IDZ in Zusammenarbeit mit InForMed aus dem Jahre 2009 zeigt (in Abhängigkeit von der jeweils zugrunde gelegten Approbationszahl) unterschiedliche Tendenzen. Nach dieser Studie nimmt im Zeitraum von 2007 bis 2030 bei dem oberen Szenario (Ansatz einer jährlichen Approbationszahl von 2.100) die Zahl der behandelnd tätigen Zahnärzte um knapp 7 % zu. Bei dem mittleren Szenario (Ansatz einer jährlichen Approbationszahl von 1.800) nimmt dagegen die Zahl der behandelnd tätigen Zahnärzte um 3,6 % ab und beim unteren Szenario (Ansatz einer jährlichen Approbationszahl von 1.700) sogar um7%. Grafik 6E zeigt die Entwicklung der Zahl der Einwohner je behandelnd tätigen Zahnarzt in Deutschland unter Ansatz sind die jüngeren Zahnärzte, die ins System nachrücken, mehrheitlich weiblich. Insbesondere bei den angestellten Zahnärzten ist dabei der Frauenanteil sehr hoch und liegt in 2020 bei 63,8 %. Diese Entwicklung zeigt sich auch in der Zunahme des Frauenanteils bei den Zahnärzten insgesamt: Waren in 2015 noch 41,4 % der Vertrags- und angestellten Zahnärzte weiblich, so waren es in 2020 bereits 44,5 %. Dies lässt sich auf einen Anstieg des Frauenanteils in den alten Bundesländern zurückführen. In den neuen Bundesländern, in denen schon in der Vergangenheit traditionell auch die Frauen berufstätig waren, ist der Frauenanteil bei den Zahnärzten hingegen auf hohem Niveau stabil. Die Grafik zeigt außerdemerneut, dass sich der Anteil der angestellten Zahnärzte insbesondere in den jüngeren Altersgruppen imVergleich zu 2015 nochmal deutlich erhöht hat. Zahnarztdichte Die Zahl der insgesamt behandelnd tätigen Zahnärzte (d. h. neben den an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Zahnärzten auch die von ihnen beschäftigten angestellten Zahnärzte, Assistenten, an Kliniken tätige Zahnärzte usw.) hatte 2018 ihren Höchststand und sinkt seitdem von Jahr zu Jahr leicht ab. Auch die Zahnarzt- dichte (gemessen als Zahnärzte je Einwohner) nimmt seit 2019 wieder leicht ab, in Deutschland kamen Ende 2020 1.147 Einwohner auf einen Zahnarzt (alte Bundesländer 1.145 Einwohner je Zahnarzt, neue Bundesländer 1.159 Einwohner je Zahnarzt), in 2018 waren es hingegen 1.143 Einwohner. Die Zunahme der behandelnd tätigen Zahnärzte bis 2018 resultierte im Wesentlichen daraus, dass an den Hochschulen mehr Zahnärzte ausgebildet wurden als Zahnärzte aus dem Beruf ausschieden. Diese Entwicklung setzte sich seit 2019 nicht weiter fort, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit dem verstärkten Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in das Rentenalter ist in den nächsten Jahren mit einer stetig sinkenden Zahl von behandelnd tätigen Zahnärzten zu rechnen. Das Ausmaß der Verschiebungen hängt jedoch 160 Abb. 6E Seite 1 1.377 1.271 1.218 1.144 1.147 1.148 1.148 1.143 1.146 1.147 1.176 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 1994 2004 2009 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2030 bisheriger Verlauf Prognose 1) ab 2011 Bevölkerung auf Grundlage des Zensus 2011 6E Einwohner je behandelnd tätigen Zahnarzt 1)

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