Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 des oberen Szenarios in der Prognosestudie des IDZ sowie unter Ansatz der aktualisierten 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2019 (Rechnungsbasis 31.12.2018). Rapide Zunahme der älteren Bevölkerung erwartet Wesentliches Merkmal der demografischen Entwicklung ist der zunehmende Anteil der älteren Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf der zunehmenden Lebenserwartung und den sinkenden Geburtenzahlen. Waren im Jahre 1950 nur rd. 15 % der gesamtdeutschen Bevölkerung im Alter von 60 undmehr Jahren, so stieg dieser Anteil bis 2020 bereits auf 29,0 %. Die aktualisierte 14. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2019 lässt eine Verschärfung dieses Trends in der Zukunft erwarten. Danach wird der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2060 36,8 % betragen. Während der Anteil der älteren Bevölkerung nach den Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes weiterhin steigen wird, wird sich der Anteil der Jugendlichen auf dem heutigen Niveau von etwas mehr als 18 % einpendeln. War 1950 noch fast jeder Dritte jünger als 20 Jahre, so wird es im Jahre 2060 nicht einmal jeder Fünfte sein. Die starken Verschiebungen innerhalb der Altersstruktur der Bevölkerung werden auch bei Betrachtung der Lebensbäume 2030, 2045 und 2060 in Grafik 6.26 sichtbar. Die geburtenstarken Jahrgänge, zurzeit etwa zwischen 50 und 65 Jahre alt, befinden sich im Jahre 2050 im höheren Rentenalter. Wegen der geringen Geburtenzahlen fehlt dem „Rentnerbauch“ der entsprechende Unterbau an jüngeren Menschen. Von 2002, dem Jahr mit dem bisher höchsten Bevölkerungsstand mit 82,5 Millionen Einwohnern in Deutschland, an ging die Zahl der Einwohner bis 2011 kontinuierlich auf 80,3Millionen Einwohner zurück. In 2012 stieg die Einwohnerzahl erstmalig wieder auf 80,5 Millionen an und nahm auch in den Folgejahren bis 2014 eher leicht auf 81,2 Millionen Einwohner zu, während im Jahr 2015 mit rund einer Million Einwohnern ein stärkerer Zuwachs zu verzeichnen war, sodass Ende 2015 die Einwohnerzahl bei 82,2 Millionen lag. Der höhere Bevölkerungszuwachs in 2015 resultiert im Wesentlichen daher, dass eine hohe Zuwanderung von Menschen nach Deutschland stattfand. In den Folgejahren 2016 bis 2019 erhöhte sich die Einwohnerzahl weiter und lag Ende 2019 bei 83,2 Millionen und damit seit 2017 über dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2002. Ende 2020 belief sich die Einwohnerzahl weiterhin auf rund 83,2 Millionen. Ein weiterer Anstieg der Einwohnerzahl in 2020 blieb aus, auch weil infolge der Pandemie die Zuwanderung in die EU und nach Deutschland nahezu zum Erliegen kam. Zahnärzte- und Bevölkerungszahlen 14,6 17,4 19,9 19,4 20,4 23,6 26,3 29,0 33,5 34,4 36,2 36,8 0 5 10 15 20 25 30 35 40 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 bisheriger Verlauf Modellrechnung Prozent 6F Entwicklung des Anteils der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung 161

RkJQdWJsaXNoZXIy ODIwMTM=