Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 23 Krankenhaus 77,5 32,4 % 78,5 31,6 % Ärzte 41,5 17,3 % 44,1 17,7 % Apotheken 35,0 14,6 % 36,9 14,8 % Zahnärzte 15,0 6,3 % 15,0 6,0 % Krankengeld 14,4 6,0 % 16,0 6,4 % Verwaltungskosten 11,1 4,6 % 11,8 4,8 % übrige Leistungen 45,0 18,8 % 46,6 18,7 % Leistungsausgaben 239,5 100,0 % 248,9 100 % Jahr 2019 Mrd. € Mrd. € Anteil Anteil Jahr 2020 2B Aufteilung der Leistungsausgaben 2019 und 2020 – Deutschland Ausgaben für ausgewählte Bereiche Den größten Ausgabenblock bilden die Aufwendungen für die stationäre Versorgung mit einem Anteil von rd. 31,6 % an den Leistungsausgaben der GKV. Die Ausgaben für die ärztliche Behandlung umfassen rd. 17,7 % und die Aufwendungen für Apotheken rd. 14,8 %. Der Ausgabenanteil für zahnärztliche Behandlung reduzierte sich im Jahr 2020 auf rd. 6,0 %, der Anteil der Krankengeldausgaben betrug rd. 6,4 %. Der Anteil der Verwaltungskosten der Krankenkassen belief sich auf rd. 4,8 % bezogen auf die Leistungsausgaben der GKV. Die Ausgabenveränderungen der GKV betrugen je Mitglied in Deutschland im Jahr 2020 im Ausgabenbereich ambulante ärztliche Versorgung (+ 5,7 %), bei den Krankenhäusern (+ 0,8 %), Apotheken (+ 4,8 %) und Zahnärzten (– 0,8 %). Damit lagen die Zahnärzte und die Krankenhäuser unterhalb der eingetretenen Grundlohnsummenentwicklung in Höhe von + 1,6 %. In dem von den Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflussten Jahr 2020 hatten innerhalb der Leistungserbringer mit größeren Ausgabenanteilen nur die Zahnärzte rückläufige Ausgabenveränderungen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Die Ausgaben der Krankenkassen waren von 2004 bis 2012 im ärztlichen und zahnärztlichen Bereich durch die Einführung der Zuzahlung der Versicherten nach § 28 Abs. 4 SGB V (Kassengebühr/ Praxisgebühr) reduziert worden. Der Gesetzgeber hat die Abschaffung der Praxisgebühr zum 01.01.2013 beschlossen. Daher sind die Ausgabendaten ab dem Jahr 2013 im ärztlichen und im zahnärztlichen Bereich nach oben verschoben und können nicht direkt mit Werten aus dem Zeitraum 2004 bis 2012 verglichen werden. Bei der mittel- bis langfristigen Betrachtung ist zu berücksichtigen, dass die Ausgabenentwicklung in den Jahren 1993 bis 1995 maßgeblich durch das Gesundheitsstruktur-Gesetz (GSG) und in den Jahren 1998 bis 1999 durch das GKV-Solidaritätsstärkungsgesetz (GKVSolG) sowie im Jahr 2005 durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) geprägt war. Dabei hatten Zahnärzte in den Jahren 1993, 1998 und 2005 starke Ausgabenrückgänge zu verzeichnen, sodass bei den Veränderungsraten in den Folgejahren der daraus resultierende statistische Basiseffekt zu berücksichtigen ist. Betrachtet man die Ausgabenentwicklungen der Jahre 1991 bis 2020 insgesamt, so liegen nur die Zahnärzte unterhalb der Entwicklung der Leistungsausgaben und der Grundlohnsummenentwicklung. Die übrigen wichtigen Leistungserbringer wie Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser haben sich im Rahmen der Leistungsausgaben entwickelt. Einnahmen/Ausgaben der GKV

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