Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 57 Behandlung durch Zahnärzte einschl. Zahnersatz 14.115 Mio. € = 100 % Kieferorthopädie 1.259 Mio. € Zahnersatz 2.862 Mio. € konservierende und chirurgische Behandlung ohne IP 8.272 Mio. € 1) Parodontalbehandlung 515 Mio. € = 3,6 % 2) Kiefergelenk/Kieferbruch 616 Mio. € = 4,4 % 58,6 % 20,3 % 8,9 % Individualprophylaxe 591 Mio. € 4,2 % 1) 2) 3D Über die KZVen mit den Primär- und Ersatzkassen abgerechnete Beträge Aufteilung der Ausgaben für zahnärztliche Behandlung 2020 – Deutschland (FU1a-c) sowie der Anwendung von Fluoridlack zur Zahnschmelzhärtung (FLA) und der Anleitung der Betreuungsperson zur Mundhygiene beim Kind (FUPr) zu sehen. Die Inanspruchnahmequote bei der ältesten Gruppe innerhalb der Leistungen der unter 2 ½-Jährigen liegt bei rd. 33 %. Kieferorthopädie Im Bereich Kieferorthopädie stiegen die Ausgaben je Mitglied im Jahr 2020 um 2,4 %, wobei die Entwicklung in den alten Bundesländern mit + 2,4 % etwas stärker verlief als die Entwicklung in den neuen Bundesländern mit + 2,1 %. Die Zahl der Kfo-Fälle je Mitglied verringerte sich in Deutschland um 1,8 %, wobei die Kfo- Fälle in den alten Bundesländern um 1,8 % und in den neuen Bundesländern um 2,1 % zurückgingen. Prothetik Im Jahr 2020 verringerten sich die bei den über die KZVen im Bereich Zahnersatz abgerechneten GKV-Ausgaben je Mitglied gegenüber 2019 in Deutschland um 7,3 % (West – 7,5 %, Ost – 5,9%). Dabei sind die Fallzahlen im Bereich Zahnersatz im Jahr 2020 mit – 9,1 % (West – 9,4 %, Ost – 7,4%) bedingt durch die Corona-Auswirkungen deutlich stärker zurückgegangen als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Bei der Entwicklung der GKV-Ausgaben im Jahr 2020 ist die Erhöhung der Zuschüsse ab dem IV/Quartal 2020 zu berücksichtigen. Die Festzuschüsse der Kassen erhöhten sich durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zum01.10.2020 für alle Patientinnen und Patienten ohne Bonus von derzeit 50 % auf 60% sowie von 60%auf 70%bzw. von 65 % auf 75 % für Versicherte, die mit ihrem Bonusheft regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen belegen können, wodurch die Versicherten bei der Zuzahlung bei Zahnersatzversorgungen finanziell entlastet werden. Vor dem Hintergrund der epidemiologischen Entwicklung ist seit einigen Jahren eine rückläufige Zahl von Zahnersatzfällen festzustellen, die als Indiz für die verbesserte Mundgesundheit der Bevölkerung und damit tendenziell sinkenden oder zumindest konstanten Bedarf an Zahn- ersatz-Versorgungen gewertet werden kann. Während im Jahr 2010 noch rd. 10,3 Mio. Fälle im Bereich Zahnersatz über die KZVen abgerechnet wurden, ist die Zahl der Zahnersatz-Fälle bis zum Jahr 2020 auf rd. 8,0 Mio. gesunken, was einem Rückgang um 2,5 % pro Jahr entspricht. Folglich sind auch die GKV-Ausgaben aufgrund der sinkenden Fallzahlentwicklung im Zeitraum 2010 - 2020 nur geringfügig von 2,78 Mrd. € auf 2,86 Mrd. € gestiegen. Bei der Entwicklung der GKV-Ausgaben ist als Preiseffekt die Anpassung der Festzuschussbeträge, die i.d.R. in Anbindung an die Grundlohnsummenentwicklung erhöht wurden, zu berücksichtigen. Unter Herausrechnung der Grundlohnsummenveränderung in den letzten 10 Jahren in Höhe von 28,3 % sind die GKV-Ausgaben preisbereinigt sogar um 18,3 % zurückgegangen. Bei der längerfristigen Analyse der zen- tralen Abrechnungsparameter Fallzahlen und Ausgaben der GKV im Bereich Zahn- ersatz können somit zwei getrennte Entwicklungsphasen identifiziert werden, wobei der Zeitraum 2004 - 2009 der Abrechnungsstatistik

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