Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 61 2019. Die Einbeziehung der im Bereich Zahnersatz abgerechneten Bema-Punkte ist nicht sinnvoll, da sie sich nur auf die Regelversorgungen erstrecken. Der altersbezogene Verlauf der Leistungsmenge (gemessen in KCH-Punkte je behandelten Versicherten) verdeutlicht die tendenziell rückläufige Mengen- entwicklung in den jüngeren und mittleren Altersgruppen und die demgegenüber zunehmenden Leistungen bei der Altersgruppe der über 75-Jährigen, innerhalb der sich viele Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen befinden dürften. Innerhalb dieser Altersgruppe hat die Inanspruchnahme von KCH-Leistungen durch die GKV-Versicherten von 20152020, entgegen dem über allen Altersgruppen rückläufigen Trend, deutlich zugenommen. Diese Entwicklungen im Leistungsgeschehen verdeutlichen bei den jüngeren Altersgruppen die Erfolge der Prophylaxeanstrengungen der Zahnärzte und sind bei den älteren Versichertenkohorten ein Indiz für die verstärkten Bemühungen der Zahnärzte im Rahmen der aufsuchenden Betreuung. In der mittel- bis längerfristigen Betrachtung hat sich die Leistungsmenge (gemessen in Bema-Punkten) im Bereich der zahnärztlichen Behandlung ohne Zahn- ersatz moderat entwickelt. So nahm die Leistungsmenge je Mitglied in diesem Bereich seit dem Jahr 2005 bis zum Jahr 2020 um insgesamt 7,8 % (bzw. 0,5 % p. a.) ab. Dabei war die Leistungsmenge imBereich konservierend-chirurgische Behand- lung (inkl. IP) von 2005 bis 2020 je Mitglied mit – 0,6 % p. a. leicht rückläufig. Deutlichere Veränderungen zeigten sich im Bereich Kieferorthopädie mit + 1,0 % p. a. und imBereich Parodontalbehandlung mit + 0,7 % p. a. und im Bereich Kieferbruch/Kiefergelenkserkrankungen mit einem Anstieg um 5,0 % p. a. Die Entwicklungen im Bereich Kieferorthopädie, Parodontalbehandlung und Kieferbruch/ Kiefergelenkserkrankungen gingen dabei mit einer Fallzahlsteigerung in etwa gleichem Ausmaß einher. Der stärkere Anstieg im Bereich Kieferbruch/Kiefergelenkserkrankungen könnte auf den gestiegenen Bedarf bei der Anwendung von Aufbissschienen zurückzuführen sein. Den größten Anteil am gesamten Bema- Punktevolumen im Bereich der zahnärztlichen Behandlung ohne Zahnersatz hatte im Jahr 2020 der Bereich der konservierend-chirurgischen Behandlung (inkl. IP) mit 80,4 %. Dieser zentrale Abrechnungsbereich hatte im Jahr 2005 noch einen Anteil am gesamten Leistungsvolumen von 85,2 %. Auf den Bereich Kieferorthopädie entfielen im Jahr 2020 12,1 % und auf den Bereich Parodontalbehandlung 4,7 %. Der Anteil des Bereichs Kieferbruch/Kiefergelenkserkrankungen fällt mit 2,8 % relativ gering aus. Die Leistungsmengenentwicklung zeigt, dass im Bereich der zahnärztlichen Ver- sorgung in den letzten Jahren GKV-übergreifend in der Summe der Leistungsbereiche keine nennenswerten Leistungsausweitungen zu erkennen waren. Abrechnungsstatistik

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