Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 Einzelleistungsstatistik 12,82 20,89 9,55 6,09 0,97 1,26 0,29 0,10 15,12 19,70 10,37 7,27 0,96 1,19 0,25 0,08 13a 13b 13c 13d 13e 13f 13g 13h Alte Bundesländer Neue Bundesländer 4B Füllungen 13a-h – Häufigkeiten je 100 Fälle Alte Bundesländer/Neue Bundesländer – Jahr 2020 Diese Entwicklungen bei den einzelnen Leistungskomplexen im Bereich konservierend-chirurgische Behandlung verdeutlichen die Strukturverschiebung in den letzten 10 bis 15 Jahren hin zu dia- gnostischen, beratenden und präventiven Leistungen. Einzelne Leistungskomplexe im Bereich konservierend-chirurgische Behandlung Die Einzelleistungsstatistik im Bereich konservierend-chirurgische Behandlung für das Jahr 2020 weist für die GKV eine Zahl von 46,6 Mio. Füllungen in Deutschland aus, was einem Rückgang um 5,4 % gegenüber 2019 entspricht. Dabei fiel der Rückgang bei den ein- und zweiflächigen Füllungen mit – 5,7 % etwas stärker aus als bei den drei- und mehrflächigen Füllungen mit – 4,8 %. Der Rückgang der Zahl der Füllungen lag damit im Jahr 2020 durch die coronabedingt allgemein rückläufige Leistungsinanspruchnahme der Versicherten etwas oberhalb des längerfristigen Durchschnitts. Im längerfristigen Rückblick ist die Zahl der Füllungen bei GKV-Versicherten bundesweit in den letzten 10 Jahren um 8,1Mio. (– 14,8 % bzw. – 1,6 % p. a.) und in den letzten 20 Jahren sogar um 15,3 Mio. (– 24,7 % bzw. – 1,4 % p. a.) zurückgegangen. Dieser somit langfristig zu verzeichnende Abwärtstrend bei den Füllungen, der sowohl imWesten als auch im Osten festzustellen war, ist als Indiz für eine deutliche Verbesserung der Mundgesundheit in Deutschland zu werten. Bei den relativen Häufigkeiten weisen die neuen Bundesländer mit rd. 54,9 Füllungen je 100 Fälle weiterhin eine höhere Füllungslast als in den alten Bundesländern mit 52,0 je 100 Fälle auf. Zum 01.07.2018 sind die Abrechnungsbestimmungen zu den Bema-Positionen 13 e-g weiter gefasst worden, sodass auch bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 15 Jahre eine Versorgung mit Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich abrechnungsfähig ist. Zusätzlich wurde mit der Bema-Position 13h eine Regelung für mehr als dreiflächige Kompositfüllungen neu aufgenommen. Kompositfüllungen imSeitenzahnbereichwaren bislang nur abrechnungsfähig, wenn sie entsprechend der Adhäsivtechnik erbracht wurden und wenn eine Amalgamfüllung absolut kontraindiziert war. Mit dieser Erweiterung steht ab dem 01.07.2018 eine alternative Versorgungsmöglichkeit zur Verfügung, die die Vorgaben der Quecksilber-Verordnung berücksichtigt und zugleich den Anspruch der betroffenenVersichertengruppen auf eine zuzahlungsfreie Füllungstherapie wahrt. Die Entscheidung, welche Füllungsmate93

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