Jahrbuch 2021

KZBV Jahrbuch 2021 etwas schwächer aus (– 15,4 %) als der Rückgang der übrigen Besuche (– 24,8 %). Die jährliche Entwicklung der Zahl der Besuche seit 2006 lässt erkennen, dass insbesondere ab dem Jahr 2013, d.h. nach Einführung der neuen Leistungen nach § 87 Abs. 2i und 2j SGB V, die Zunahme der Besuchshäufigkeiten deutlich oberhalb der Entwicklung in denVorjahren lag. Die Besuche bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen im Jahr 2020 hatten (gemessen an den neuen Bema-Positionen 171 a/b, 172a/b bzw. 173a/b) einen Anteil von rd. 92 % an der Gesamtzahl der Besuche. Dabei entfielen bereits 56 % aller Besuche auf die aufsuchende Betreuung in Pflegeheimen im Rahmen eines Kooperationsvertrages. Die Abrechnungsdaten zur aufsuchenden Betreuung verdeutlichen, dass die neu eingeführten Leistungen im Rahmen des § 87 Abs. 2i und 2j SGB V (Bema-Positionen 171a/b und 172a-d) eine hohe rialien jeweils zum Einsatz kommen, trifft dabei der Zahnarzt im Einzelfall. Die Gesamtzahl der abgerechneten Füllungen 13e-h belief sich im Jahr 2020 in Deutschland auf rd. 2,304 Mio. Damit entfiel von allen Füllungen auf die Füllungen 13e-h im Jahr 2020 bundesweit ein Anteil von rd. 5,0 %. Die Zahl der Extraktionen verringerte sich in Deutschland in 2020 gegenüber 2019 um 3,5 %. Im längerfristigen Vergleich sind die Extraktionen bundesweit in den letzten 10 Jahren um 1,3 Mio. (– 10,0 % bzw. – 1,0 % p.a.) und in den letzten 20 Jahren sogar um 2,0 Mio. (– 14,2 % bzw. – 0,8 % p.a.) zurückgegangen. Die langfristig abnehmende Tendenz auch bei den Extraktionen deutet auf einen deutlich verbesserten Mundgesundheitszustand hin. Die Abrechnungsdaten aus der aufsuchenden Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen zeigen im Zusammenhang mit den am 01.04.2013 neu eingeführten Bema-Positionen 171a/b und den am 01.04.2014 neu eingeführten Bema-Positionen 172ad eine deutliche Zunahme der Besuchszahlen im Rahmen der aufsuchenden Betreuung. Die Zahl der Besuchspositionen, die in den Jahren 2006 - 2012 in der Regel um rd. 5 % pro Jahr gestiegen ist, hat von rd. 649.800 im Jahr 2012 auf rd. 979.500 im Jahr 2019 deutlich zugenommen ( jahresdurchschnittlich + 6,0 %). Durch die coronabedingten Kontakteinschränkungen, die die Möglichkeit der aufsuchenden Betreuung insbesondere der vulnerablen Patientengruppen in Alters- und Pflegeheimen in besonderem Maße eingegrenzt haben, sind die Besuchshäufigkeiten im Jahr 2020 auf rd. 785.800 (– 19,8 %) gegenüber dem Jahr 2019 zurückgegangen. Dabei fiel der Rückgangder Besuche imRahmenvonKooperationsverträgen nach § 119 b SGB V 4C Entwicklung der Anzahl der Besuche in den Jahren 2006 - 2020 487,9 512,5 540,6 570,7 602,0 630,8 649,8 725,5 787,5 854,3 897,6 918,9 936,0 979,5 785,8 400 500 600 700 800 900 1000 1100 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Besuche in Tsd. CoronaEffekt 94

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